Polizeiruf 110 - Film 057: Walzerbahn
057 · Walzerbahn

04.03.1979

Jürgen Frohriep (Oberleutnant Jürgen Hübner)


Bildkommentar bei Maus-Berührung
Bild-Quelle: Screenshot aus obigem Film. · ©: MDR, NDR, RBB. [Mehr]






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Regie Hans-Joachim Hildebrandt
Buch Hans-Joachim Hildebrandt
Vorlage
Kamera Helmut Borkmann
Schnitt Karola Mittelstädt
Musik Lothar Kehr
Stabliste Komplette Stabliste
Produktion DDR-FS
Darsteller Heidemarie Schneider (Anita Oswald, Schaustellerin) · Günter Wolf (Otto Oswald, Schausteller) · Rüdiger Joswig (Marco Floß, Wäschereifahrer) · Bernd Storch (Herbert Bobach, Schausteller) · Hanneliese Shantin (Wally Rüger, Schaustellerin) · Roland Holz (K-Meister Weschke) · Bert Brunn (Oberleutnant Richter) · Monika Boysen (Frau Weber, Urlauberin) · Veit Stiller (Herr Weber, Urlauber) · Manfred Schiller (VP-Meister Klein) · Janina Hartwig (junges Mädchen) · Günter Puppe (Günter Kabel, Leiter der Wäscherei) · Heinz Berlau · Claudia Kutzera (Kellnerin Inge) · Karl-Heinz Wehr (Herr Lehmann) · Siegfried Carno (Herr Hummel)
Täter

Infos anzeigen Marco Floß, Wäschereifahrer (Rüdiger Joswig)

Inhalt Umfangreiche Bildseiten im Menü am Ende der Seite.

Oberleutnant Hübner und Kriminalmeister Weschke (Roland Holz) sind zur Unterstütung der örtlichen Einsatzgruppe der Volkspolizei in einen Ferienort an der Ostsee abkommandiert. Während der laufenden Badesaison bricht immer wieder ein Unbekannter auf Zeltplätzen, in Ferienheime, Bungalows und Autos ein und stiehlt Geld und Wertgegenstände der Feriengäste. Die Volkspolizei ist zwar pausenlos im Einsatz, scheut aber die Öffentlichkeit einzubeziehen, da man die Urlauber nicht beunruhigen will. Immer wieder verschwindet der «Küstenschreck» unerkannt mit einem Motorrad. Hübner hat erfahren, daß sich in der Nähe ein «Rummel» niedergelassen hat, und da arbeitet wohl auch der einschlägig vorbestrafte Herbert Bobach.
So konzentrieren sich die Ermittlungen zunächst auf Bobach, der beim Betreiber der «Walzerbahn», Otto Oswald, seit fünf Monaten als Hilfskraft arbeitet und sich in der Zwischenzeit auch mit dessen junger, hübscher Frau Anita angefreundet hat, mit ihr auch schon mal zum nahen Strand baden geht. Die beiden machen über die Herkunft einer teuren Jacke widersprüchliche Aussagen. Anita behauptet zunächst, die sei ihr von Herbert geschenkt worden, dann räumt sie ein, die Jacke für 300 Mark gekauft zu haben. Und Herbert gibt an, die Jacke von einem unbekannten Kunden gekauft zu haben. Hübner stellt darum die Jacke zunächst als mutmaßliches Diebesgut sicher und Anita erhält zudem eine Vorladung zur VP-Dienststelle.
Anita will aber endlich «einen Kerl fürs Verlieben» haben und hat darum mit Marco Floß angebandelt, mit dem sie sich regelmäßig auch in dessen Wohnung trifft. Schließlich verdichten sich die Hinweise, daß der Täter zum Abtransport des Diebesgutes nicht nur ein Motorrad, sondern auch einen Lieferwagen vom Typ «Barkas» benutzt haben muß, und über einen solchen verfügt Anitas «Kerl fürs Verlieben» als Fahrer einer Wäscherei. Und mit besagtem «Barkas» versucht Marco Floß schließlich auch, das Diebesgut sowie den von ihm bei einem Streit schwer verletzten Herbert Bosbach aus seinem Haus zu bringen, der dringend ärztlicher Hilfe bedarf. Unterwegs versteckt er sein «Kapital fürs Leben» und will auch den Verletzten dort liegen lassen und den Krankenwagen verständigen. Anita beschließt daraufhin, bei Herbert zu bleiben.
Wie es der Zufall will, sucht die Volkspolizei gerade per Hubschrauber «Schwalbe» nach dem Täter. So kann Anita dem Piloten freundlich mit ihrer Bluse zuwinken, der sich daraufhin zur Landung entschließt, per Funk den Krankenwagen ruft und von ihr auch genaue Angaben zum flüchtigen Marko mit seinem blauen «Barkas» erhält. Bei der folgenden koordinierten Verfolgung mit Hubschrauber, Streifenwagen und Motorrädern hat «Küstenschreck» Marco natürlich nicht die geringste Chance zu entkommen und wird festgenommen.
Anita wartet auf dem Bahnhof auf den D-Zug nach Magdeburg. Wally Rüger verkauft ihre Lose auf dem Rummelplatz. Die Walzerbahn läuft wieder. Oswald am Mikrofon: «Kleingeld bereithalten...»
(GE)
Länge 59 Minuten
Technik 35 mm col Magnetton zweistreifig
Drehort/zeit Berlin · Stralsund · Insel Rügen · Bergen · Middelhagen · Binz · Semper · Ralswiek · Sellin · Zirkow
Drehzeit: 17.07. bis 30.07.1978 in Berlin, 31.07. bis 31.08.1978 in Stralsund
Bemerkung /
Musiktitel
Zuschauerbeteiligung: 61,6 %

Daß die Ende 1978 stattfindenden Auseinandersetzungen um den kultur- und kunstpolitischen Kurs im DDR-Fernsehen und der Wechsel in der Position des Hauptabteilungsleiters der dramatischen Kunst auch für den «Polizeiruf» eine offenbar nicht unwichtige Rolle spielte, läßt sich an dem Umstand ablesen, daß zunächst einmal in der inzwischen relativ kontinuierlichen Sendefolge im Sechs- bis Acht-Wochen-Rhythmus eine Unterbrechung eintrat.

Am 22.10.1978 kam «Die letzte Chance» zur Erstausstrahlung. Erst knapp fünf Monate später, am 4.3.1979, wurde mit «Walzerbahn» die 57. Folge gesendet.
Quelle: Peter Hoff

Mehr zu diesem Thema in Folge 058 «Tödliche Illusion»
Fuhrpark /
RFT-Geräte
Wolga M 24 · AAJ 6-40 · Einsatzwagen der K
Lada 2103 · VP 01-0528 · Funkstreifenwagen
Barkas B 1000 · AN 12-70 · Betriebsfahrzeug von Marco Floß
Sendungen 04.03.1979 DDR1 · 05.03.1979 DDR1 · 30.10.1993 MDR · 02.11.1993 SFB · 04.09.1994 3sat · 11.10.1996 SFB · 18.09.1998 SFB · 24.04.2000 SFB · 21.02.2002 NDR · 28.05.2002 MDR · 10.09.2004 NDR · 06.12.2005 MDR · 18.08.2009 MDR ·










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